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Vergleich

Avira vs. Avast 2026: Wer gewinnt den Gratis-AV-Vergleich?

Zwei bekannte kostenlose Antivirusprogramme im direkten Vergleich.

Stand: Juli 2026 • Lesedauer: ca. 7 Minuten

Kostenlose Antivirusprogramme sind attraktiv — warum bezahlen, wenn es umsonst gibt? Avira und Avast sind zwei der beliebtesten kostenlosen Antivirus-Programme. Aber wie sicher sind sie wirklich? Und zu welchem Preis?

Überblick: Zwei Gratis-Schwergewichte

Avira wurde 1986 gegründet und ist seit 2024 Teil der Norton LifeLock-Familie. Avast wurde 1988 gegründet und ist heute unter der Betaulix-Gruppe. Beide haben Millionen Nutzer weltweit. Die kostenlosen Versionen sind nicht nur Trials — sie sind echte, dauerhaft kostenlose Produkte mit echtem Schutz.

Der Haken: Beide verdienen Geld durch Upgrades zu Premium-Versionen, Datenverkauf (in Avasts Fall) oder Bundle-Installationen. Das bedeutet oft nervige Werbung und Updatehinweise.

Erkennungsraten der kostenlosen Versionen

In AV-TEST-Tests schneiden beide kostenlos solide ab: Avira Free 5,5/6, Avast Free 5,4/6. Das ist beachtlich — beide bieten Schutz auf Topniveau. Die kostenpflichtigen Versionen sind nicht viel besser (5,8-6/6), der Unterschied ist minimal.

Im Praxistest: Beide erkennen Malware zuverlässig und aktualisieren ihre Signaturen täglich. Für durchschnittliche Bedrohungen reicht kostenloses Avira oder Avast völlig aus.

Datenschutz: Die Avast-Kontroverse

Das ist der entscheidende Punkt: Avast hatte eine große Datenschutz-Kontroverse. Die Tochter Jumpdata verkaufte anonymisierte Browserdaten an Dritte (Werbetreibende, Tracker). Das wurde 2020 publik und beschädigte Avasts Ruf erheblich. Avast hat das heute eingestellt, die Skepsis bleibt.

Avira war auch in Datenschutz-Kontroversen verwickelt, ist aber grundsätzlich vertrauenswürdiger. Der Unterschied: Avira nutzt Ihre Daten für Verbesserungen (das ist okay), Avast wollte Ihre Daten verkaufen (nicht okay). Gewinner: Avira.

Werbung & Nervfaktor im Alltag

Avira Free: Regelmäßige Popups für Upgrades zur Premium-Version. Im Vergleich zu anderen kostenlos-Programmen moderat. Die Werbung wird besser, wenn Sie Premium kaufen, aber auch im kostenlosen Modus ist Avira nicht unerträglich.

Avast Free: Deutlich aggressivere Werbung. Regelmäßig Popups für Upgrades, VPN-Angebote, Browser-Erweiterungen. Die meisten Nutzer finden das nerviger als Avira. Avast versucht aktiv, Sie zum Upgrade zu bewegen.

Gewinner bei Nutzerfreundlichkeit: Avira.

Wann lohnt das Upgrade auf die Bezahl-Version?

Avira Premium kostet ca. 29,99 €/Jahr. Avast Premium kostet ca. 39,99 €/Jahr. Bei beiden: Das Upgrade lohnt sich nur, wenn Sie Funktionen brauchen wie VPN, Firewall oder Passwort-Manager. Rein für besseren Schutz ist kostenlos ausreichend — die Erkennungsraten sind kaum besser.

Empfehlung: Sparen Sie das Geld und nutzen Sie stattdessen Windows Defender (kostenlos, Teil von Windows) + Malwarebytes Free (kostenlos). Das ist eine bessere Kombination als jedes bezahlte Upgrade von Avira oder Avast.

Fazit

  • Sicherheit: Beide identisch gut.
  • Datenschutz: Avira gewinnt.
  • Nervfaktor: Avira gewinnt (weniger Werbung).
  • Gesamtverdikt: Avira Free ist die bessere kostenlose Option.
  • Noch besser: Windows Defender + Malwarebytes Free (kostenlos, weniger Werbung).
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Häufig gestellte Fragen

Ist kostenlos wirklich sicher?
Ja, moderne kostenlose Antivirusprogramme bieten echten Schutz. Allerdings mit Einschränkungen: Weniger Features, weniger Support, und oft nervige Werbung oder Upgrades. Für Basis-Schutz reicht kostenlos aus. Für maximale Sicherheit sollten Sie zu einer kostenpflichtigen Suite greifen.
Welcher sammelt weniger Daten über mich?
Avira war lange in Kritik wegen Datenverwertung. Avast hatte eine Kontroverse mit der Tochter Jumpdata, die Browserdaten sammelte und verkaufte. Heute sind beide verbesserter. Für maximalen Datenschutz: Nutzen Sie Windows Defender oder den kostenlosen Malwarebytes-Scanner statt beider.
Wird Avira noch gepflegt?
Ja, Avira wird aktiv weiterentwickelt. Es gehört zum Norton LifeLock-Konzern. Die kostenlose Version erhält regelmäßig Updates, ist aber etwas in den Hintergrund gerückt, da Norton sich auf sein eigenes Produkt konzentriert.